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Die Gesundheit wird durch die Atmung bestimmt

Die Gesundheit wird durch die Atmung bestimmt

Obwohl die Ursache der arteriellen Hypertonie aus der Sicht der Physiologie offensichtlich ist, bleibt sie für Medizin ein unentlüftetes Geheimnis, auch die „essentielle“ hypertonische Krankheit gilt seit 1911 immer noch als „essentiell“.

Die Behauptung, dass die Grundursache der Hypertonie gerade eine ungenügende CO2-Konzentration im Blut ist, kann leicht überprüft werden. Es muss bloß klargestellt werden, wie viel CO2 sich im Arterienblut eines gesunden Menschen und eines Hypertonikers befindet. Und genau dies wurde Anfang der 90er Jahre von den russischen Physiologiewissenschaftlern verwirklicht.

Die durchgeführten Untersuchungen der Gasbestandteile im Blut von breiten Bevölkerungsspektren unterschiedlichen Alters, über deren Ergebnisse man im Buch „Physiologische Rolle des Kohlenstoffdioxids und Leistungsfähigkeit des Menschen“ von N. Agadschanjan, N, Krasnikov und I. Polunin nachlesen kann, haben den Wissenschaftlern erlaubt, eine eindeutige Schlussfolgerung über die Ursache eines anhaltenden Krampfes in Mikroblutgefäßen, der Arteriolenhypertonie daraus zu machen. Der CO2-Gehalt im Arterienblut einer überwältigenden Mehrheit aller untersuchten Personen im fortgeschrittenen Alter betrug rund 3.6 – 4.5% im Ruhezustand (normal sind die Werte zwischen 6 und 6.5%).

Auf diese Weise wurden tatsächliche Beweise dafür gefunden, dass der Verlust der Körperfähigkeit, einen stabilen CO2-Gehalt von 6-6.5% im arteriellen Blut aufrechtzuerhalten, eben die Hauptursache vieler chronischer Gesundheitsschwierigkeiten ist. CO2-Gehalt von 6-6.5% im Blut jüngerer und gesunden Menschen gehört schon längst zu physiologischen Axiomen.

Wovon hängt also die Konzentration von CO2 im Blut ab?

CO2 wird von Körperzellen gebildet. Sein Ausscheidungsprozess wird über die Lungen streng vom Atemzentrum des Gehirns – Gehirnbereich, der für die Atmung zuständig ist. Die Lungenventilation (Atemfrequenz und -tiefe) in einem gesunden Körper erfolgt zu jedem Zeitpunkt so, dass die nach dem Ausstoß verbleibende Menge an CO2 im Arterienblut nicht unter die 6%-Marke geht. Ein wirklich gesunder (im physiologischen Sinne) Körper lässt zudem auch keinen Anstieg über 6.5% zu.

Es ist interessant anzumerken, dass sich alle anderen Werte bei jungen und älteren Menschen, die in Kliniken und Diagnosezentren untersucht wurden, höchstens um 0.1% unterscheiden, der der CO2-Konzentration im Blut jedoch um das 1.5-Fache. Besser und konkreter kann man gesunde von kranken Menschen nicht trennen.

Hypokapnie bezeichnet einen ständigen CO2-Mangel im Organismus und ist unmittelbare Ursache der arteriellen Hypertonie: der Arteriolen- und Hypertonie der kleinen Arterien.

Solange der Mensch jung ist und sich ausreichend bewegt (Spiele, Sport, Diskotheken…), entspricht die Intensität seiner Atmung den physiologischen Richtwerten und beträgt im Ruhezustand 2-4 Liter Luft pro Minute. Mit zunehmendem Alter steigert sich die Atemfrequenz als Folge von Stress und passiver Lebensweise und nimmt mit 50-60 Jahren Werte von 8-12 Liter Luft in einer Minute an, was die Grenze um 2- bis 3-Fache überschreitet.

Eine übermäßige Lungenventilation führt zu einem erhöhten CO2-Ausstoß aus dem Arterienblut. Beispielsweise beträgt der CO2-gehalt im Blut bei einer Atemfrequenz von 10 Liter pro Minute im Ruhezustand nur ca. 4%, was leicht durch eine Gasanalyse festgestellt werden kann. Eine unnormal geringe CO2-Menge im Blut bewirkt einen beständigen Arteriolenkrampf, die arterielle Hypertonie, die eine arterielle Krankheit auslöst und nicht nur sie allein.